11.-17.08.2014

Diözesanlager

Wölflings-Bericht zum Funkenflug 2014

Nachdem uns das Stammeslager an Pfingsten so gut gefallen hat, wagten wir Wölflinge uns noch weiter von zu Hause wegzufahren: Wir zelteten zusammen mit bestimmt 600 anderen Leuten – sogar Pfadfindern aus Frankreich, Brasilien, Spanien und Algerien! – eine Woche auf dem Zeltplatz in Reinwarzhofen in Mittelfranken.
Von den anderen Stufen bekamen wir nicht viel mit, weil wir in die „Orange Wörld“ eintauchten. Unser König Georg meinte es gut mit uns und rief zu einem Wettstreit unter den Dörfern auf: Wer das beste Dorf errichte, würde als Siegerdorf gekürt.
Natürlich muss das beste Dorf aus vielen, schönen Lagerbauten bestehen, aber dazu benötigt man Holz. Um das Holz aber bezahlen zu können, mussten wir uns „Wöros“ verdienen, indem wir Aufgaben für den König erfüllten. So sägten wir Bau- und Feuerholz, organisierten dem Gutsherren Kaffee oder Tee, kämmten dem König die Haare und nahmen sogar die Aufgabe uns zu duschen auf uns, um Taler zu verdienen! Der König kam schließlich in seinen Dörfern zu Besuch, um sich von unserem Fortschritt zu überzeugen und natürlich konnten wir, das Dorf „Wö Polis“, mit einer Hollywoodschaukel, einem Tisch, Bänken, einer Hochfeuerstelle, einem Eingangsschild und Willkommensstein, sowie mit schönem Gesang und Gitarrenspiel überzeugen. Als der König uns zur Siegerehrung versammelte, waren wir uns sicher gewonnen zu haben. Aber plötzlich wurde unser König von den Lilanen entführt! Natürlich versuchten wir sofort den König aus deren Klauen zu befreien, aber sie waren einfach zu schnell und wir mussten die Suche abbrechen. Schließlich half uns ein Schamane mithilfe unserer Sinne und der Kräfte der vier Elemente, Feuer, Wasser, Erde und Luft, den Weg zum Gefängnis des Königs zu finden. Bewaffnet mit orangener Farbe färbten wir die Lilanen orange und sie wurden bekehrt. Ruckzuck war unser König ganz vernarrt in die lila Königin.
Wir im Dorf „Wö Polis“ feierten am Nachmittag Laras 9.Geburtstag mit Kuchen und Kaba. Wir spielten lustige Spiele und feierten am Abend am großen Lagerfeuer mit allen Wölflingen aus der Diözese die Rückkehr des Königs. Es gab Feuerspucker, König Georg selbst nahm eine Herausforderung zum Schwertkampf an und führte ihn auf der Stelle durch und anschließend gaben die einzelnen Dörfer selbst ihre Kunstfertigkeiten zum Besten. Wir alle hatten schöne Lieder über die Geschichte der „Orange Wörld“ gedichtet. Das gefiel dem König sogar so gut, dass er beschloss, wir sollten unsere Lieder am Bunten Abend allen Pfadfindern vortragen.
Nachdem der König nach so vielen Strapazen erst mal einen Tag Ruhe brauchte, verbrachten wir den nächsten Tag mit den Jupfis und Pfadis aus Stockstadt. Gemeinsam machten wir einen kurzen Rundgang über das Zeltplatzgelände und jede Stufe erzählte kurz, was sie die Woche über so gemacht hatten. Anschließend verabschiedeten sich die Pfadis auch schon wieder und wir spielten, sangen und besuchten die Dunkeljurte mit den Jupfis zusammen. Das war eine Jurte in einer anderen Jurte – darin war es also stockfinster! So konnten wir erahnen, wie es für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit ist, durchs Leben zu gehen oder Lagerfeueratmosphäre zu erleben. Es hat uns beeindruckt wie viel intensiver man die Musik wahrnimmt und tief berührt. Danach durften wir Waffeln futtern und hatten einen freien Nachmittag, an dem wir viele lustige Spiele spielten und die Hollywoodschaukel der Jupfis und die Schaukeln der Pfadis mal richtig ausnutzten. Am Abend gab dann jede Stufe zum Besten, was sie die Woche über gemacht hatten und es wurde ein rießiges Lagerfeuer entzündet.
Und dann war auch schon unsere letzte Nacht im Schlafsack vorbei, wir begannen den Abbau und konnten nach einer langen Heimfahrt am Abend endlich wieder in den Armen unserer Familien liegen. Alles in allem war es eine aufregende und schöne Woche!




Jahresübersicht

DPSG Stockstadt - Stamm Mauritius
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