11.1998

Leiterrunde

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Besuch der englischen Leiterrunde in Stockstadt (46th Gloucester St. James)

Anfang November 1998 kam die Leiterunde aus Gloucester zum ersten Mal nach Stockstadt. Sieben Gruppenleiter von unserem Partnerstamm aus England wollten alles rund um unseren Stamm, die Umgebung und über Pfadfinder in Deutschland kennenlernen.
Die anfängliche Skepsis unserer Leiterrunde, ob man trotz des doch beträchtlichen Altersunterschieds (einige der Engländer hätten gut unsere Eltern sein können) und der andere Sprache so richtig in Kontakt kommen würde, zerstreute sich schnell.
Schon am ersten Abend brach das Eis. Nach stundenlanger Verspätung kamen unsere Gäste gerade noch rechtzeitig zur Wölflingsgruppenstunde und überraschten unsere Wös mit original Gloucester Käse, ihren Campfireblankets (Decken, auf die sie alle ihre Aufnäher genäht haben) und Fotos und Briefen von den englischen Wölflingen.
Anschließend beschnupperten sich die Leiter ausgiebig bei einem bayerischen Abend und gemeinsam planten wir die nächsten Tage.
Neben dem typischen „Touristenprogramm“ (Aschaffenburg, Mespelbrunn, Frankfurt,...) und einem Empfang beim Stockstädter Bürgermeister waren die englischen Leiter vor allem an unserer Pfadfinderarbeit interessiert. Auf jeden Fall wollten sie so viele Gruppenstunden wie möglich besuchen und unsere Kids waren mindestens ebenso neugierig wie die Engländer. So spielten die Jupfis zwei der Lieblingsspiele des Gloucester Trupps, probierten stolz ihre ersten Englischkenntnisse aus und wollten ganz genau über die mitgebrachten Aufnäher Bescheid wissen.
Die Pfadis wurden gleich konkret und wollten einen Besuch bei einem englischen Trupp planen. Außerdem waren wir in unserem Bezirksbüro, wo die Bezirksleitung uns zum Essen eingeladen hatte, und im Bundeszentrum in Westernohe. Dort picknickten wir bei Schneeregen in der Turnhalle und im Rüsthausshop konnten die Engländer dann auch endlich ihren Hunger nach deutschen Aufnähern stillen. (Dabei ist auf dem Campfireblankets gar kein Platz mehr).
Das Beste waren die Abende, die von Tag zu Tag länger wurden. Der von den Rovern renovierte und mit gefülltem Kühlschrank und Musik ausgestattete Turm 3 wurde als „Rover-Pub“ berühmt und beliebt.
Dort landeten wir fast jeden Abend früher oder später, außer am Samstag, da war die Halloween-Party beim Stamm Johannisburg (Hallo Städter, Gruß an Euch alle, es war echt klasse) angesagt, von der einige auch lange nach Mitternacht kaum wegzubekommen waren.
Leider war die Woche viel zu schnell vorbei und wir mussten uns verabschieden.

Anika


Der Bericht erschien ursprünglich im „Gemeinsam unterwegs“ der Leiterzeitschrift des Diözesanverband Würzburgs Ausgabe 1/99


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